mehr konkrete Praxis

…. diese Art der Selbsterkundung

wird Sie allerdings nicht auf Anhieb von Zweifeln befreien. –
Im Gegenteil.
Sie werden bewußt(er) wahrnehmen, daß das Bedürfnis und die Neugierde auf Neues im Leben auch ein Risiko, eine Unsicherheit in sich trägt.
Ein unangenehmer Umstand, den wir gewöhnlich rational abwehren, vermindern, „wegzumachen“ versuchen.

Für eine Veränderung in unserem Leben brauchen wir daher die Möglichkeit, eine eindeutige Entscheidung für das angestrebte Neue zu treffen.

Beidem, dem Bedürfnis nach Neuem

und der damit verknüpften Ungewißheit, muß auf dem Weg in eine gute Entscheidung gleichermaßen Rechnung getragen werden.
Erst dann, wenn Sie sich Ihrer widerstreitenden Strebungen prägnant und im Zusammenhang, d.h. aufeinander bezogen, bewußt wahrnehmbar werden können, besteht die Möglichkeit einer rational UND emotional abgewogenen Synthese im Entscheiden und Handeln.

In dieser Synthese bejahen Sie das gefühlte Risiko, anstatt es vermeiden zu wollen. Und weil dies so ist, können Sie, „mit sich Eins“,  entschieden „Wollen und entsprechend Handeln„.

„Natürlicherweise“ sind wir jedoch, wie schon beschrieben, sehr schnell damit beschäftigt, unangenehme Selbstwahrnehmungen, Dissonanzen im Denken und Fühlen zu „eliminieren“.  Wir versuchen innere Konflikte durch „Ausklammerung„, „Verdrängung“ oder „Auslagerung“ (die äußeren Umstände … ) zu lösen.

Was auch gelingen mag. – Doch zum Preis eines Realitätsverlustes in der Selbstwahrnehmung und, damit verknüpft, einer Einengung unserer tatsächlich vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten.


Um die volle Fähigkeit zur Gestaltung unserer Lebenssituation zu erlangen, braucht es daher die dialogische Unterstützung eines wohlmeinenden Gegenübers.

Einen Psychologischen Berater oder Psychotherapeuten

der seinen Klienten sowohl mit dessen potentiell vorhandenen Möglichkeiten konfrontiert und, fast „im gleichen Atemzug„, auch mit dessen Selbstblockierungen. Er muß seinen Klienten in das dadurch entstehende innere Dilemma führen können!

Der Ratsuchende wird in diesem Prozess dreierlei lernen können:


  • daß er gestaltenden Anteil an seinem unbefriedigenden Zustand hat,
  • daß er ganz und gar nicht ohnmächtig ist, sondern Ressourcen und Fähigkeiten ungenutzt läßt (Staemmler/Bock, „Befreiung aus der Illusion der Ohnmacht“) und er – auf dem Hintergrund der ersten zwei „Entdeckungen“ –
  • den Weg aus seiner Unzufriedenheit und Unfähigkeit, „aus sich selbst heraus“, finden kann, wenn er bereit ist, Risiken einzugehen.

Indem der Psychologische Berater, der Psychotherapeut seinen Klienten in der Verantwortung für das bewußt gewordene innere Dilemma belässt, hilft er ihm letztendlich eine bewußte Entscheidung zu treffen:

  • entweder, im Erleben des spürbar gewordenen Risikos, von seinem Wunsch nach Veränderung zurück zu treten,
    oder aber, aufgrund der weiterhin spürbaren Unzufriedenheit, …

  • das gefühlte Risiko entschieden in Kauf zunehmen.

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